WordPress Entwicklungsumgebung einrichten

WordPress kann durch Plugins oder Themes erweitert werden. Dafür benötigt man eine laufende WordPress Seite, auf der man sich mittels FTP verbinden kann, um zum Beispiel ein Plugin zu programmieren.

Da bei der Programmierung die veränderten Daten immer wieder auf den Webserver, auf dem die WordPress-Seite läuft, hochgeladen werden müssen und es womöglich zu Fehlern im Code kommen kann, wird die Einrichtung einer lokalen WordPressinstallation für die Entwicklung empfohlen.

Folgende Schritte müssen unternommen werden:

1) Docker installieren und ausführen

Die von WordPress vorgefertigte Version für die lokale Entwicklung benötigt das Programm Docker, welches ausgeführt werden muss.

Der Vorteil von Docker ist, dass eine virtuelle WordPress Instanz im Hintergrund erstellt wird, mit Server und Datenbank. Um das Plugin/Theme zu programmieren und zu testen, reicht es aus, in den Plugin/Theme Ordner zu gehen und dort direkt das virtuelle WordPress zu öffnen, um das Ergebnis im Webbrowser (http://localhost:8888/) sehen zu können.

Hier kann man Docker Desktop herunterladen. Im Anschluss kann Docker gestartet werden.

Mit folgendem Befehl kann man die aktuell ausgeführten Docker-Container einsehen:

docker ps

Sollten Container bereits laufen kann man diese beenden, indem man auf das Dockersymbol in der Taskleiste klickt und „Restart“ auswählt. Eine weitere Option ist, in das Docker Dashboard (Rechtsklick auf das Dockersymbol in der Taskleiste) zu gehen und die einzelnen Container manuell zu beenden.

Des Weiteren ist wichtig, dass das aktuelle Laufwerk dem virtuellen Container zur Verfügung steht. Dazu öffnet man das Docker Dashboard und überprüft die Laufwerkfreigabe:

2) Node.js installieren

Dann benötigt man noch Node.js um über die Kommandozeile verschiedene Node Module und um den NPM (Node Package Manager) nutzen zu können. Download Node.js.

Die WordPress Entwicklerumgebung wird über NPM installiert.

Nach der Installation kann man in der Kommandozeile die Versionen von node und npm anzeigen lassen, um zu sehen ob die Installation erfolgreich war:

3) WordPress über NPM installieren

Jetzt wird die WordPress Entwicklerinstanz mittels NPM installiert. Der Parameter „-g“ bedeutet global und somit kann man überall in jedem Ordner die virtuelle WordPressumgebung zum Laufen bringen:

npm -g install @wordpress/env

4) Virtuelle WordPress Istanz aufrufen

Jetzt kann man überall oder auch direkt in einem Plugin/Theme Ordner mit Hilfe der Kommandozeile die virtuelle WordPress Docker Instanz aufrufen:

wp-env start

Die WordPress Webseite kann im Browser über „http://localhost:8888/“ erreicht werden:

Der Adminbereich ist unter „http://localhost:8888/wp-login.php“ zu erreichen (Benutzername: admin / Passwort: password).

Sollte man den virtuellen Dockercontainer in einem Ordner mit einem WordPress Plugin aufgerufen haben, kann man dieses Plugin direkt über den Adminbereich aktivieren und testen:

Den Container kann man am Ende wieder beenden:

wp-env stop

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