Einführung Informatik an der Mittelschule

Informatik wurde zum Schuljahr 2019/20 als einstündiges Pflichtfach an den bayerischen Mittelschulen eingeführt. Jede Schule benötigt Lehrerinnen und Lehrer, die in den nächsten Jahren Informatik unterrichten, sodass diese nun in Fortbildungen geschult werden. Ziel ist es, die Lehrkräfte praxisorientiert und motivierend auf mehreren Präsenzfortbildungen nachzuqualifizieren. Dort lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Konzept des neuen Lehrplans und des damit verbundenen Informatikunterrichts kennen, haben Zeit, selbstständig zu üben und können sich anhand praxisnaher Aufgaben professionalisieren.

Wir konnten die erste Fortbildung „Programmieren 5. und 6. Klasse“ für das neue Fach Informatik am 18. und 21. März in der Mittelschule Unterschleißheim starten. Es waren insgesamt 12 Lehrerinnen und Lehrer anwesend, die sehr engagiert und offen für Neues an das Thema herangingen. Die Fortbildung begann um 9 Uhr und endete um 15:30 Uhr.

Informatik an der Mittelschule muss auf die Schülerinnen und Schüler entsprechend angepasst sein, sodass viel auf der enaktiven Ebene vorbereiten werden soll. Auf dem Bild sieht man Teppichfliesen, auf denen die Schülerschaft erste Erfahrungen mit Anweisungen und Vorgangsbeschreibungen machen können. Im Anschluss sollen die selbst erfahrenen Handlungen mit ausgedruckten Scratch-Blöcken verbildlicht und erst danach am Computer in einem eigenen Programm umgesetzt werden.

Das Vorgehen orientiert sich an den Kompetenzerwartungen des Faches: Zuerst untersuchen die Schülerinnen und Schüler ein gestelltes Problem, danach wird eine mögliche Lösung geplant und z.B. mit Hilfe der Teppichfliesen oder der Scratch-Blöcke vormodelliert. Nach erfolgreichen Tests wird das Modell in die Programmierumgebung implementiert und danach nochmals getest und gegebenenfalls optimiert.

Mit der Problemorientierung im Mittelpunkt des Faches erreicht man eine hohe Eigenmotivation der Schülerschaft während die Lehrkraft dieses Vorgehen mit Impulsen oder vorstrukturierten Aufgaben steuern kann. Am Ende geben die Schülerinnen und Schüler ein Feedback über die aus den Gruppenarbeiten entstandenen Lösungsmöglichkeiten und erkennen, dass meistens mehrere Lösungswege möglich sind.

Die Übungen ohne und mit Computern in der Fortbildung machten auch den anwesenden Lehrkräften großen Spaß und alle waren der Meinung, dass man mit diesem handlungsorientierten Vorgehen die Schülerinnen und Schüler begeistern und motivieren kann.

Neben vielen Übungen und Materialien wurde aber auch für das leibliche Wohl der Fortzubildenden gesorgt, neben Kaffee und Getränken gab es ein Mittagessen in der Mensa. Nach zwei produktiven Tagen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit vielen Informationen und Eindrücken nach Hause und freuen sich schon auf die nächsten Fortbildungstage, welche noch in diesem Schuljahr anstehen.

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