Monitore und Touch-Displays

In diesem Artikel werden verschiedene Monitore, die in Schulen genutzt werden, vorgestellt und mit den Vorgaben des Votums verglichen. Folgende Typen werden näher betrachtet:

1) Computermonitore

Wichtige Kennzahlen bei Monitoren für Computer sind zum Beispiel: Bildschirmdiagonale und Auflösung, Helligkeit, Reaktionszeiten, Anschlüsse und ergonomische Faktoren.

Das Votum gibt folgende Vorgaben bei Computermonitoren (Auszüge):

MerkmalWerte
Größeab 23,5 Zoll
Auflösungbis 24″ Bildschirm:
ab 1920 x 1080 Pixel bzw. ab 1920 x 1200 Pixel
bei Bildschirmen > 24″:
ab 2560 x 1440 Pixel
Helligkeitab 300 cd/m²
Reaktionszeitmax. 5 ms
AnschlüsseHDMI oder DisplayPort und VGA
ErgonomieStabiler Standfuß, höhenverstellbar, neigbar
Garantienormale Herstellergarantie

2) Großbildmonitore

Großbildmonitore können als Präsentationsfläche im Klassenzimmer oder als Anzeigefläche für z.B. einen Vertretungsplan genutzt werden. Sie besitzen keine Interaktivität.

Das Votum gibt folgende Vorgaben bei Großbildmonitoren (Auszüge):

MerkmalWerte
Auflösungab 3840 x 2160 Pixel
Helligkeit und Oberflächeab 350 cd/m²
mattes Display
gehärtetes Glas
Reaktionszeitmax. 8 ms
Anschlüsse1 HDMI-2.0-Anschluss
1 weitere digitaleSchnittstelle (HDMI oder DisplayPort)
optional Drahtlosverbindung
Garantiemindestens 5 Jahre „Vor-Ort-Garantie“

3) Interaktive Großbildmonitore – Touch-Displays

Touch Displays verfügen über eine druckempfindliche Oberfläche und sind damit in der Lage die Befehle per Berührung an einen an dem Display befindlichen Rechner zu leiten, der dann wiederum mit dem Touch Display interagiert. Ein Touch-Display wird per Finger oder per Stifteingabe bedient. Je nach Beschaffenheit der Oberfläche und der Abtastung, können Sie bei einigen Touch-Displays mit mehreren Nutzern gleichzeitig arbeiten.

Touch-Displays sollten von der Schule zusammen mit der voraussichtlich zum Einsatz kommenden Tafelsoftware getestet werden. Neben dem Handling der Stifte und dem subjektiven Schreibgefühl sollte vor allem auf die Verzögerung beim Schreiben und auf die Parallaxe beim Aufsetzen des Stifts geachtet werden.

Des Weiteren ist oft ein Computer mit Betriebssystem fest mit dem Touch-Display verbunden. Hier sollte auf die Anschlussmöglichkeit und Nutzung von externen Computern geachtet werden, um z.B.: defekte fest eingebaute Computer zu ersetzen. Einige Betriebssysteme wie Android bieten nur eingeschränkte Funktionalitäten und sind für die Nutzer nicht intuitiv bedienbar (Dateiablage, Installation von Apps, …).

Das Votum gibt folgende Vorgaben bei Touch-Displays (Auszüge):

MerkmalWerte
siehe GroßbildmonitorAlle dort aufgeführten Merkmale/Werte gelten auch für Touch-Displays.
TouchpunkteDisplay erfasst mindestens 8 gleichzeitige Berührungspunkte

4) Informationen zu den einzelnen Merkmalen

Größe und Auflösung

Die Bildschirmdiagonale / Größe wird in Zoll angegeben, wobei ein Zoll 2,54cm entspricht. Die Auflösung beschreibt die Darstellungsgröße bzw. die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) die auf dem Monitor angezeigt werden. Die Größe des Monitors ist mit der Auflösung verbunden. Das heisst, je größer ein Monitor desto größer sollte auch die Auflösung sein, da man sonst einzelne Bildpunkte (Pixel) erkennen könnte. Die Auflösung eines Monitors kann unterschiedlich angegeben werden. Hier sind einige gängige Auflösungen mit deren unterschiedlichen Bezeichnungen:

AbkürzungNamePixelanzahl (Breite x Höhe)Seitenverhältnis
HD1080, 1080pHigh Definition oder „Full HD“1920 x 108016∶9
WUXGAWide UXGA1920 x 12008∶5
WQHD, 1440pWide QHD (QHD), „2K“2560 x 144016:9
UHD 4K, 2160pUltra High Definition „4K“3840 x 216016:9

Es gibt eine große Anzahl von verschiedenen Auflösungen, die mit verschiedenen Abkürzungen und Namen bezeichnet werden können. Eine vollständige Liste kann man bei Wikipedia: Auflösungen finden. Um schnell einen Überblick zu bekommen, kann man die verschiedenen Auflösungen anhand der Pixelanzahl vergleichen. Dabei kann man sagen, dass ein Monitor umso besser ist, je größer die Anzahl der Pixel ist.

Helligkeit

Die Helligkeit eines Monitors wird in cd/m² angegeben, also Candela pro Quadratmeter. Candela ist so etwas wie die Lichtstärke. Man könnte also sagen, die Lichtsträke pro Quadratmeter. Hier wird vom Votum eine Stärke von mindestens 300cd/m² empfohlen. Je höher dieser Wert, desto heller ist der Monitor, wobei ein zu heller Monitor die Augen ermüdet und ein zu dunkler Monitor diese überanstrengt. Für einen Computermonitor wären also 300cd/m² optimal, wobei ein Großbildmonitor durchaus auch mehr cd/m² haben sollte. Da in Klassenzimmern unterschiedliche Lichtverhältnisse herrschen, sollte der Monitor hell genug sein und ein gutes Kontrastverhältnis für die Darstellung von satten Farben und einen gut lesbaren Text haben.

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit gibt an, wie lange ein Pixel braucht, um von einem Zustand auf einen anderen zu wechseln. Eine geringe Reaktionszeit ist gut, wohingegen eine hohe Reaktionszeit schlecht ist. Je kürzer die Reaktionszeit eines Monitors ist, desto schneller kann das Bild wechseln, ohne dass das Bild verschwimmt (z. B. Schlieren bei schnellen Mausbewegungen in Videospielen).[1] Sie spielt allerdings nur bei LCD– oder TFT-Geräten eine Rolle. Solche Monitore arbeiten mit Flüssigkristallen, die Ihre Farbe ändern müssen, um ein Bild zu erzeugen. Wie schnell ihnen das gelingt, wird mit der Reaktionszeit angegeben.

Anschlüsse

Um einen Computer oder auch eine Spielkonsole an einen Monitor anzuschließen benötigt dieser verschiedene Anschlüsse. Die meisten aktuellen Monitore besitzen einen DVIHDMI und/oder DisplayPort Anschluss. Der Computer wird dann mit einem entsprechenden Kabel mit dem Monitor verbunden. Früher gab es noch den VGA Anschluss, der bei den meisten neuen Computern nicht mehr verwendet wird. Das Votum empfiehlt zwar noch einen VGA Anschluss, doch würde dieser nur notwendig sein, wenn man ältere Computer / Laptops hat, die man auch noch länger mit dem Monitor nutzen möchte. Die neueren Anschlüsse wie HDMI und DisplayPort gibt es in verschiedenen Größen, z.B.: miniHDMI, miniDisplayPort usw.

Ergonomie

Ein Computermonitor sollte höhenverstellbar und neigbar sein. Bei einem Touch-Display ist eine Höhenverstellung auch von Nöten. Hier empfiehlt sich eine manuelle Höhenverstellung, damit der Nutzer den Monitor per Hand hoch und runterschieben kann. Eine Höhenverstellung mittels Motor ist oft nicht optimal, da dann kein schneller Wechsel stattfinden kann, weil das Touch-Display zu langsam hoch- und runterfährt.

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